• Shaolin Qi Gong
  • Akupunktur
  • Matrix Rhythmus
  • Lymphe
  • LnB
  • Bobath
  • Dorn-Methode

 

Wörtlich: Erhaltung der Lebensenergie durch Förderung des Qi Flusses.

 

Shaolin Qi Gong ist eine spezielle Form der chinesischen Übungsdisziplinen zur Gesunderhaltung, welche vielfältige Bewegungsübungen und Entspannungsmethoden beinhaltet.

 

Aufmerksamkeit                                     Atmung                                          Bewegung

 

Die Techniken des Shaolin Qi Gong gehen zurück auf Ta Mo, einen Mönch, der im buddhistischen Shaolin-Kloster diese Qi Gong-Übungen einführte. Im 6. Jahrhundert v. Chr. entwickelte Daruma (Ta Mo) im Shaolin-Kloster die 18 Lohan-Übungen, um die Gesundheit der buddhistischen Mönche zu stärken.

Das Ziel der Übungen ist die Auflösung von Blockaden sowie die Stärkung der Immunabwehr.

"Vertreiben des Schädlichen und Fördern des Stärkenden"

Nach der Vorstellung der TCM wirken sich generell verschiedene emotionale Zustände auf die körperliche Gesundheit aus: (Einige Beispiele sind u.a.)

 

  • Übermäßiger Ärger und Zorn schadet der Leber
  • Übermäßiges Grübeln und Sorgen schadet der Milz
  • Große Traurigkeit schädigt die Lunge
  • Übermäßige Angst schädigt die Nieren
  • Übermäßige hektische Begierde und Vergnügungssucht schadet dem Herz

Die Übungen zur Erwärmung dienen zum öffnen der Leitbahnen um „schädliches Qi“ aus zuleiten.

Dabei kommt es zur Steigerung der Aufmerksamkeit und Verbesserung der Atmung.

In der Reiterstellung kommt es zur Aktivierung des Qi-Flusses und zur Vermehrung des Qi.

Bei den anschließenden kraftvollen Bewegungen kommt es zur Mobilisierung und Kräftigung der „inneren Kraft“.

Regulierende Übungen harmonisieren den Qi-Fluss nach den bewegenden Übungen

Durch die Abschlussübungen kommt es um absenken des Qi, sowie zur Lösung von „Verknotungen“ 

 

Quelle: Dr. Chen Taimin

 

Akupunktur

 

Die Reizung von Akupunkturpunkten ist wohl die älteste und am weitesten verbreitete Heilmethode der Welt. Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können Störungen im Körperinneren beseitigt oder gelindert werden.

Diese Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien, die man als Meridiane bezeichnet. In ihnen kreist nach altchinesischer Auffassung die sogenannte Lebensenergie mit ihren Anteilen YIN und YANG. Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig, jedoch als Gegenpole, wirksam. Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den idealen Gesundheitszustand dar. Ein Ungleichgewicht führt auf Dauer zu Krankheit.

 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken. Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur, außerdem kann man sie auch durch Wärme (Moxibustion), Ultraschall, Laserstrahlen, oder auch durch Druck mit dem Finger oder mit einem Stift (Akupressur) reizen.

 

Betrachtet man auf einer Akupunkturtafel die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen, wird verständlich, daß auch z.B. fern vom Ort eines Schmerzgeschehens gelegene Akupunkturpunkte in der Behandlung eine Rolle spielen können. Denn häufig muß der Arzt energetisch den gesamten Meridian als Funktionskreis stabilisieren (- und nicht nur eine kleine lokale Stelle), um wirkungsvoll eine Krankheit zu bekämpfen.

 

Manche Menschen erschrecken bei dem Gedanken, daß Nadeln in ihre Haut eingestochen werden sollen. Üblicherweise verwenden die meisten Akupunkturärzte aber sehr feine Nadeln, daher ist eine Akupunkturbehandlung gut zu ertragen. Der geringe Schmerz beim Einstich einer Akupunkturnadel ist vergleichsweise viel schwächer als derjenige, wenn der Arzt eine Spritze gibt. Auch Kinder ab ca. 8 Jahren können mit Akupunktur behandelt werden. Dafür verwendet man spezielle, ganz besonders dünne Nadeln. Bei noch jüngeren Kindern kommt der völlig schmerzfreie Akupunkturlaser zum Einsatz.

Was ist Ohrakupunktur?

Der französische Arzt Dr. Paul Nogier entdeckte und entwickelte vor etwa 50 Jahren die Ohrakupunktur. Die Ohroberfläche bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind (Ohrreflexzonen nach Nogier und Bahr).

 

Die Untersuchung der Ohrreflexzonen erlaubt eine genaue Aussage darüber, wo Schmerzen bestehen oder welche Organe des Körpers bei unklaren Beschwerden betroffen sind. Außerdem kann man weitere Störungen im Körper ausfindig machen, die einen Heilungsprozeß verzögern oder sogar ganz verhindern können. Dies sind die sogenannten Störherde, die auf den ersten Blick mit dem eigentlichen Krankheitsgeschehen nichts zu tun haben und von denen der Patient oftmals nichts merkt. Diese Herde können jedoch so negativ auf den Körper wirken, daß er eher bereit ist zu erkranken. Auch eine schon bestehende Krankheit wird daran “gehindert”, auf die üblichen Therapien zu reagieren. Dem Körper gelingt es nicht, die Krankheit zu überwinden.

 

Solche Herde können zum Beispiel sein: tote oder eitrige Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen, entzündete Mandeln und alle sonstigen Entzündungen. Außerdem kann jede Narbe zum Störherd werden. Jede Narbe kann – muß aber nicht – stören. Durch die Untersuchung der Ohrreflexzonen ist es dem Arzt möglich, genau festzustellen, ob und welche Narbe zum Störherd geworden ist. Er kann auch erkennen, ob vielleicht irgendwo im Körper eine Entzündung oder eine Giftbelastung vorliegt (z.B. Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen). Ohne die Mitbehandlung eines vorhandenen Störherdes ist auf Dauer eine erfolgreiche Heilung nicht möglich.

 

Die Untersuchung erfolgt durch Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche. Dabei werden die einzelnen Punkte der Organe auf elektrische Veränderungen geprüft. Die Ohrmuschel ist sozusagen ein körpereigenes Diagnosezentrum, weil die Korrespondenzpunkte von Körperteilen und Organen am Ohr nur dann nachweisbar werden, wenn an der fraglichen Stelle eine Störung vorliegt. Ist also auf der Ohrmuschel z.B. der Leberpunkt elektrisch verändert, dann bedeutet dies eine Störung im Bereich der Leber.

 

Die Behandlung geschieht durch Stechen von Nadeln in die notwendigen Punkte am Ohr, gegebenenfalls zusätzlich am Körper. Kleine Kinder werden üblicherweise nicht gestochen, sondern mit dem Lasergerät an den betroffenen Ohrpunkten bestrahlt. Alle Reize oder Signale, die durch Ohr-Akupunktur ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den zugehörigen Körperteilen, die diese Kommandos, eben weil sie vom Gehirn kommen, strikt befolgen. Die Ohr-Akupunktur bedient sich also stets der Steuerzentrale des Menschen, des Gehirns. Aufgrund der kurzen Reflexwege zwischen der Ohrmuschel und den Schmerzzentren des Gehirns ist die Ohrakupunktur nach Ansicht chinesischer, russischer und deutscher Forscher besonders wirksam bei Schmerzzuständen.

 

Quelle: www.akupunktur.de

 

Matrix Rhythmus Therapie

 

Die Matrix-Rhythmus-Therapie ist eine Basis-Therapieform der modernen Schulmedizin des 21. Jahrhunderts, die von der Tatsache ausgeht, dass die Zellen in allen biologischen Systemen rhythmisch schwingen solange sie leben.

Die Therapieform ist als praktische Konsequenz aus der zellbiologischen Grundlagenforschung an der Universität Erlangen entstanden.

 

Der menschliche Körper schwingt – und alle warmblütigen Tiere wie Pferde, Hunde, Katzen ebenso – mit 8 bis 12 Schwingungen pro Sekunde. Es ist keine ganz neue Entdeckung, jedoch erst in jüngerer Zeit mit Videomikroskopie genauer zu beobachten und zu untersuchen. Da es sich hierbei um sehr kleine Schwingungen handelt, sind sie nur bei Extremsituationen wie z. B. Schüttelfrost oder bei angestrengtem Muskelzittern ohne Hilfsmittel sichtbar.

 

Die Skelettmuskulatur mit 45 Prozent Massenanteil ist das größte „Antriebsorgan“ des warmblütigen Organismus und der stärkste „Taktgeber“ der Mikrozirkulations-Prozesse.

 

Während der Herzmuskel Blut in die feinsten Blutgefäße pumpt und dabei Sauerstoff und Nährstoffe an die Zellen heranführt, braucht er die rhythmisch schwingende Skelettmuskulatur, um die Entsorgung der Stoffwechsel-Endprodukte des Bindegewebes zu gewährleisten. Im ganz kleinen Bereich, in der direkten Umgebung der Körperzellen, sorgt die Schwingung für eine Pumpwirkung, die Nährstoffe, Abwehrstoffe und Abfallstoffe an- und abtransportieren hilft.

 

Funktionieren die Muskelprozesse nicht mehr richtig, kommt es in der Zellschwingung zu Verlangsamungen bis hin zu Stauungen, wodurch die betroffenen Zellareale nicht mehr ausreichend versorgt werden. Zunächst entstehen schmerzhafte Verspannungen, die auch Veränderungen im Muskel-, Knochen-, Gefäß- oder Nervengewebe nach sich ziehen. Ohne die Pumpwirkung der gesunden, rhythmisch schwingenden Muskulatur ist die einwandfreie Arbeit der Zellen nicht möglich.

 

Deshalb baut die Matrix-Rhythmus-Therapie auf dem Schwingungsverhalten der Skelettmuskulatur und ihrem charakteristischen Frequenz- und Amplitudenspektrum auf.

Wie funktioniert die Therapie?

Schulterbehandlung Die Matrix-Rhythmus-Therapie wirkt von außen auf die Körperzellen und ihre Umgebung, die Matrix. Das Therapiegerät mit seinem speziell geformten Resonator (siehe auch »das Produkt« ) erzeugt mechano-magnetische Schwingungen analog den körpereigenen.

 

Dabei werden u. a. asymmetrische Gewebsdrücke erzeugt, die den Pump-Saugeffekt simulieren und gleichzeitig Nervenrezeptoren physiologisch stimulieren. Die Eigenschwingung des Körpers und der Zellen wird angeregt bzw. wiederhergestellt.

 

Dadurch können die vielfältigen Stoffwechsel, die zwischen Zellen und deren Umgebungsflüssigkeit (Matrix) notwendig sind, wieder stattfinden. In kürzester Zeit normalisieren sich die Stoffwechselprozesse der betroffenen Körperregion.

 

Mit anderen Worten: Die Matrix-Rhythmus-Therapie wirkt über rhythmische Mikro-Extension bis auf die zellbiologische Ebene, mit dem Effekt, dass zelluläre Mikroprozesse in Takt kommen, auf die jede Zellregenaration und Heilung angewiesen sind.

 

Ergebnis: Das Gewebe, also Muskeln, Haut, Sehnen usw. werden wieder durchlässig und geschmeidig und nehmen an den Gesundungsvorgängen des Körpers wieder Teil.

Wie wird die Therapie angewendet?

Die Anwendung mit dem Gerät, dem Matrixmobil®, ist keine rein technische Angelegenheit. Das Feingefühl und anatomische Wissen einer erfahrenen Fachkraft – z.B. eines Masseurs, Physiotherapeuten oder Arztes – verbessert den Therapieerfolg erheblich. Die Handhabung des Matrixmobil® ist jedoch unkompliziert. Zu dem werden die wichtigsten Grundlagen zur Matrix-Rhythmus-Therapie und die richtige Handhabung des Matrixmobil® den Anwendern und Interessenten an Einführungsseminaren vermittelt.

 

Als sanfte, tiefenwirksame Therapieform, deren große Wirkung auf den enormen Heilungsfähigkeiten des Körpers fußt, empfiehlt es sich, die Matrix-Rhythmus-Therapie frühzeitig einzusetzen, weil sie oft schwerere Eingriffe vermeiden hilft. Auch nach solchen Eingriffen kann sie sehr gut zur Heilungsverbesserung dienen. Eine Aufzählung der Indikationen finden Sie links unter Human- oder Veterinärmedizin.

 

Die Matrix-Rhythmus-Therapie kann auch sehr gut mit anderen Verfahren der Physikalischen Therapie kombiniert werden.

Was unterscheidet die MaRhyThe von anderen Verfahren?

Klassische Verfahren physikalischer Medizin haben ebenfalls die Skelettmuskulatur des Körpers im Fokus. Dabei werden auch unspezifisch die Haut, Muskulatur, Bindegewebe, Lymphe, Reflexzonen von außen durch Knetungen, Streichungen und die Aktivierung bestimmter Nerven-/Druckpunkte angeregt, um eine Verbesserung der Durchblutung, eine Lockerung, Dehnung, Entkrampfung der Muskulatur und den besseren Abtransport von Stoffwechselprodukten im Körper anzuregen. Diese Verfahren greifen jedoch oft nicht tief genug im Gewebe.

 

Die Matrix-Rhythmus-Therapie ist eine tiefenwirksame Therapieform, die die aktuellen Forschungsergebnisse wie die vorgegebene physiologische Taktung der Zellen und extrazellulären Matrix berücksichtigt. Die hohe Effektivität des Verfahrens ergibt sich daraus, dass die Verbesserung der Strukturqualität biologischer Gewebe gezielt durch die Wiederherstellung der physiologischen Prozeßqualität eingeleitet wird.

 

Quelle: http://www.marhythe.de

 

Manuelle Lymphdrainage

 

Die manuelle Lymphdrainage gehört seit den 60-er Jahren zu den Therapieformen der Physiotherapie. Die Lymphdrainage darf nur von Therapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt werden.

In erster Linie wird die Lymphdrainage zur Endstauung von geschwollenem Gewebe durchgeführt. Meistens handelt es sich um Ödeme an Armen und/oder Beinen, welche entstaut werden müssen, um dem Patienten Erleichterung zu verschaffen. Der Therapeut massiert dabei das betroffene Gewebe mit leichtem Druck, so dass die Flüssigkeit in Richtung Lymphgefäße verschoben wird.

 

Ödeme bringen häufig starke Schmerzen mit sich, so dass der manuellen Lymphdrainage eine besondere Rolle bei der Schmerztherapie zukommt. Auch nach der operativen Entfernung von Lymphknoten kann eine manuelle Lymphdrainage Sinn machen. Vor allem nach Operationen kann die manuelle Lymphdrainage sehr hilfreich sein, wenn das Gewebe durch den Eingriff angeschwollen ist. Der Heilungsprozess kann auf diese Weise beschleunigt, und häufig kann auch der Einsatz von Schmerzmitteln enorm verringert werden. Bei Entzündungen oder Fieber darf auf keinen Fall eine Lymphdrainage durchgeführt werden, auch nicht bei Herzproblemen. Wenn die Stauungen sehr massiv sind, wird zusätzlich zur manuellen Lymphdrainage auch ein Kompressionsverband angelegt und eine Bewegungstherapie verordnet. Diese Art der Behandlung wird dann als Komplexe Physikalische Entstauungstherapie, kurz KPE, bezeichnet.

 

Vor allem in Deutschland und in Österreich sind die Vorteile der manuellen Lymphdrainage bekannt, in den USA ist sie längst nicht so weit verbreitet. Immer wieder wurde versucht, entsprechende Geräte für die Lymphdrainage zu entwickeln. Diese konnten jedoch nicht einmal annähernd mit den positiven Ergebnissen der manuellen Lymphdrainage mithalten. Auch wenn die manuelle Lymphdrainage einer Massage ähnelt, so gibt es doch gravierende Unterschiede. Das Gewebe wird mit minimalem Druck bearbeitet, außerdem gibt es besondere Grifftechniken. Die Bewegungen sind kreisend und pumpend, so dass die gestaute Flüssigkeit aus dem Gewebe verschoben werden kann. Die Hände werden dabei flach aufgelegt und üben nur einen sehr leichten Druck aus. Obwohl die Funktion des Lymphsystems sehr früh bekannt war, wird die Lymphdrainage in vielen Ländern auch heute noch sehr vernachlässigt.

 

Quelle: http://www.physiowissen.de

 

Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht

 

Worum geht es?

Es geht um einen neuen, bislang so gut wie unbekannten Ansatz, über 90 Prozent der heute verbreiteten Schmerzzustände schon in den ersten Behandlungen deutlich lindern zu können.

Was ist das Neue daran?

Roland Liebscher-Bracht und Dr. med. Petra Bracht haben herausgefunden, dass die meisten Schmerzen nicht wie bisher vermutet durch Schädigungen wie Arthrose, Bandscheibenschäden, Verkalkungen oder Entzündungen entstehen, sondern reine Warnschmerzen sind.

Was bedeutet das für die Therapie?

Beseitigt man die Fehlbelastung, vor deren Folge die Schmerzen warnen, reduziert sie der Körper in dem Maße, in dem die Warnung abnimmt oder schaltet sie völlig ab – unabhängig davon, ob Schädigungen vorliegen!

 

Funktioniert das auch bei Fibromyalgie, fortgeschrittener Arthrose in Hüfte, Knie und anderen Gelenken, Bandscheibenvorfälle, Gleitwirbel, Morbus Bechterew und all den diagnoseresistenten Rückenscmerzen, Kopfschmrzen und Migräne, Trigeminus- und Intercostalneuralgie, Ischialgie, Hexenschuss, Tennis- und Golfellenbogen, Kalkschultern, Karpaltunnelsyndrom, Sehnenscheidenentzündung, Achillessehnenproblemen und Fersensporn?

 

Warum leiden immer mehr Menschen an Schmerzen?

Weil oft die meisten Schmerzen falsch interpretiert werden. Ursache dieser Schmerzen sind oft die Muskeln, die durch unsere heutige Sitz- und Bewegungsweise fehl programmiert sind. Und nicht vorliegende Schädigungen.

 

Dadurch werden Gelenke und Wirbelsäule überlastet. Die Folge davon ist drohender Knorpelverschleiß und Bandscheibenschädigungen, Sehnenüberbeanspruchung, Fehlhaltung und entzündete Reparaturvorgänge an Sehnen und Knochenhaut.

 

Um all diese Schäden zu verhindern, signalisiert der Körper mit einem projizierten Warnschmerz: Stoppe diese Belastung, sonst schädigst du dich.

 

Wird dieser Warnschmerz mit Arzneimitteln unterdrückt, so können sich im Laufe der Zeit die Zustände einstellen, vor denen gewahrt wird: Arthrose und Bandscheibenschäden. Trotzdem haben in über 90 Prozent der Fälle diese Schädigungen nichts mit den Schmerzen zu tun.

 

Obwohl intensiv geforscht wird, handelt es sich hier um eine unbeabsichtigte Fehlinterpretation des Schmerzgeschehens, um einen Jahrhundertirrtum der Medizin.

Wie funktioniert die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht?

Sie versetzt den Therapeuten in die Lage, im Minuteneffekt die krankhaften muskulären Programme zu lösen und den Schmerz dadurch überflüssig zu machen.

 

Die so begonnene, gesunde Umprogrammierung der Muskeln wird durch speziell entwickelte Engpassdehnungen unterstützt. Muskeln, Faszien und Bindegewebe werden Schritt für Schritt wieder in den physiologisch vorgesehenen Zustand zurück geführt und der Körper wird zurück in sein muskeldynamisches Gleichgewicht gebracht.

 

Beides zusammen führt dazu, dass die Jahre oder Jahrzehnte lang krankhaft programmierte Muskulatur innerhalb von Tagen oder wenigen Wochen wieder gesund zu arbeiten beginnt. Werden die krank machenden Bewegungsmuster aus körperlicher Untätigkeit, Beruf, einseitigem Sport oder Hobby dauerhaft ausgeglichen, sind Schmerzen unnötig.

 

Bobath

 

Das Bobath-Konzept wurde 1943 von der Krankengymnastin Berta Bobath und ihrem Ehemann, dem Neurologen Dr. Carl Bobath entwickelt, als Frau Bobath erkannte, dass sich die Spastik in Abhängigkeit von der Lagerung und Stellung des Körpers entwickelt. Das heute empirisch weltweit anerkannte krankengymnastische Pflegekonzept beinhaltet eine ganzheitliche therapeutische Behandlungspflege über 24 Stunden für Hemiplegiker.

Die Ziele des Bobath-Konzeptes lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Verbesserung der hemiplegischen Seite in Koordination mit der gesunden Seite

Wiedererlernen verlorengegangener Bewegungsfähigkeiten

Hemmung der Spastizität und der abnormen Haltungs- und Bewegungsmuster

Entwicklung der Körpersymmetrie und des Gefühles von Körpermitte

Verhindern von Schmerzen und Kontrakturen

Erhöhen von Selbständigkeit und Sicherheit in alltäglichen Situationen.

Krankenzimmergestaltung

Bei der Anwendung des Bobath-Konzeptes steht die Zimmergestaltung im Mittelpunkt. Da Patienten mit einer Hemiplegie die Tendenz zeigen, ihre gelähmte Seite zu ignorieren, werden Maßnahmen ergriffen, die dem entgegenwirken sollen. Die Zimmergestaltung ist so zu wählen, dass die gelähmte Seite so oft und so viel wie möglich stimuliert wird. Das Bett sollte so im Raum angeordnet werden, dass die gelähmte Seite des Patienten zur Tür zeigt. So wird der Patient ermutigt, seinen Kopf zur betroffenen Seite zu drehen. Auch das Nachtschränkchen sollte an der hemiplegischen Seite stehen, damit der Patient über seine betroffene Seite greifen und schauen muss, wenn er etwas erreichen möchte. Zur Stimulation und zum Training von Wahrnehmung und Orientierung dient das Plazieren von mitgebrachten Photos, Kalender und Uhr auf der betroffenen Seite des Patienten.

Kontakt mit dem Patienten

Arzt, Therapeuten und Pflegepersonal sollten alle pflegerischen und therapeutischen Verrichtungen von der hemiplegischen Seite ausführen und immer Augenkontakt mit dem Patienten aufnehmen. Halten Angehörige eine Hand, so sollte es immer die betroffene sein. Wichtig ist also, dass die hemiplegische Seite bei allen Aktivitäten einbezogen wird. Dies gilt auch für die Grundpflege, die immer einen Bezug von gesunder zu hemiplegischer Seite herstellt. Beim Waschen wird z. B. zuerst die gesunde Seite gewaschen und dann, mit Betonung der Mittellinie wird auf die betroffene Seite hinübergewaschen.

 

Das Bobath-Konzept wird ebenfalls angewandt bei der Lagerung, dem Toilettentraining, dem Sitzen im Rollstuhl, beim Gehen, Ankleiden und der Nahrungsaufnahme. Unter Führung des Therapeuten lernt der Patient, seine betroffene Seite immer wieder in alltägliche Situationen einzubeziehen.

 

Physiologisch macht sich das Bobath-Konzept die Plastizität des Gehirns, also dessen lebenslange Lernfähigkeit zunutze. Dabei ist es wichtig, dass Therapeuten immer wieder die richtigen Anweisungen geben, damit der Patient so viel wie möglich und richtig lernt. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Sensibilisierung des Tastsinns zu. So ist das Gehirn in der Lage, ohne die Kontrolle anderer Sinne jederzeit Informationen über die Lage und Stellung des Körpers und der Extremitäten zueinander zu erhalten. Zu Beginn der Therapie kann der Patient seine betroffene Seite in der Regel nicht aktiv einsetzen. Dann muss der Therapeut dies für den Patienten tun, indem er z. B. beim Essen die Gabel zum Mund führt.

Therapieverlauf

Der bei Krankheitseintritt noch schlaffe Muskeltonus wird normalerweise nach wenigen Wochen spastisch. Spastik bedeutet, der Muskeltonus ist krampfartig erhöht und nimmt bei einer Dehnung weiter zu. Das kann auch zu übersteigerten Reflexen und unkontrollierten Bewegungsreaktionen führen. Der Patient sollte Bewegungsabläufe erlernen, die den spastischen Muskeltonus hemmen, damit er selbst den Muskeltonus beeinflussen kann. Durch die Lagerung soll die Spastik ebenfalls gehemmt werden. Außerdem wird durch die therapeutische Lagerung eine erste Anbahnung von physiologischen Bewegungen erreicht. Bei der Mobilisation setzt der Patient die Fähigkeiten der nicht gelähmten Seite ein, der Therapeut kontrolliert und unterstützt Bewegungsabläufe der hemiplegischen Seite.

 

Insgesamt ist eine Kooperation des gesamten therapeutischen Teams erforderlich, um ein gezieltes Selbständigkeitstraining in alltäglichen Situationen im Sinne des Bobath-Konzeptes durchzuführen. Zunächst werden Gleichgewichtsübungen und Training zur Rumpf- und Kopfkontrolle durchgeführt. Später wird das Stehen, Gehen und Einsetzen des Armes erarbeitet. Im Bereich der Ergotherapie erfolgt dann unter anderem ein Haushalts- und Einkaufstraining.

 

Wenn sich die Spastik während der Anwendung des Bobath-Konzeptes verstärkt, so sollte mit dem Einüben von Entspannungstechniken gearbeitet werden.

 

Während das Bobath-Konzept seinen Schwerpunkt auf die Überwindung körperlicher Beeinträchtigungen durch Hirnfunktionsstörungen legt, versuchen Neuropsychologie und die Perfetti-Behandlung die kognitiven Prozesse in die Therapie mit einzubeziehen.

 

Quelle: http://www.medizinfo.de/

 

Dorn-Methode

 

Die in einem kleinen Dorf im Allgäu begründete Dorn-Methode ist so wirksam, daß sie sich inzwischen weltweit verbreitet. Ob in Rußland, Südamerika oder Australien – in allen Erdteilen wird schon nach dieser sanften Wirbelsäulen-Methode behandelt. Allein im deutschsprachigen Raum helfen mehrere hundert Ärzte, Heilpraktiker und Krankengymnasten, aber auch Laien, mit dem “Daumendrücken” ihren Zeitgenossen, die unter Rückenproblemen leiden. Und das äußerst erfolgreich. Schließlich hat diese Methode die solideste Basis, die man sich denken kann: Sie ist buchstäblich der Natur abgeschaut, ja abgetastet.

 

Dieter Dorn, ein Sägewerk-Betreiber in Lauterach bei Memmingen, wollte einen Baum hochheben – da kam er selbst nicht mehr hoch. Hexenschuss! Da kam dem Allgäuer der alte Schloßbauer aus dem Nachbardorf in den Sinn, über den er am Stammtisch gelacht hatte. „Schlimmer kann es eh nicht werden“, dachte sich Dorn und machte sich auf zu dem „Knocheneinrenker“, der schon auf die 80 zuging. Der renkte aber gar nicht, sondern Dorn mußte mit dem Bein schlenkern, während der Alte mit wenigen Handgriffen den Wirbel reindrückte. Geradeso, wie er’s bei einer alten Bäuerin im Kemptener Umland gesehen hatte, die immer das Vieh „eingerichtet“ hat – und die Dienstboten dazu. Auch beim Sägewerkbesitzer Dorn war der Schmerz im Nu weg, und er konnte gleich wieder seine schwere Arbeit tun.

 

Verblüfft fragte er, ob man so etwas lernen könne. „Du brauchst es nicht lernen, Du kannst es“, war die Antwort. Der Alte forderte Dieter Dorn auf, mit dieser Methode weiterzuarbeiten, da er selbst nicht mehr lange leben würde. Dorn blieb tatsächlich keine Zeit mehr, in die Lehre zu gehen, denn vier Wochen später lag der Schloßbauer schon krank darnieder.

Doch die Sache ließ Dorn keine Ruhe. Sein Interesse war geweckt. Nur – er mußte sich die Methode nun selbst erarbeiten. Dorns erste Klientin war seine Frau, die seit zehn Jahren an starken Kopfschmerzen litt, die allen medizinischen Heilversuchen trotzten. Diese Schmerzen verschwanden nach der Behandlung ebenso rasch wie sein Hexenschuß verschwunden war, und sie sind seitdem nicht mehr wiedergekommen.

 

„Ich wusste die ersten zehn Jahre nicht einmal, dass es die Dornfortsätze waren, auf die ich bei der Behandlung drückte“, gesteht Dieter Dorn heute,

“ich dachte, das seien die Bandscheiben; ein solcher Laie war ich damals.” Heute weiß er: „Wenn ich anatomische Kenntnisse gehabt hätte, hätte ich alles so kompliziert gesehen, daß ich mich vieles nicht getraut hätte.“ So aber hat er die Not des betroffenen Mitmenschen buchstäblich erspürt, und weil er alle Sinne nur auf das Finden der normalen Funktion gerichtet hatte, ging es wie von selbst. Beim Abtasten der Halswirbelsäule seiner Frau spürte er Ungleichheiten. Einfühlsam lockerte er die Muskeln, drückte auf den vorstehenden Wirbel, der glitt in seine richtige Position – und die Frau war beschwerdefrei.

 

Der Landwirt begann, abends nach Feierabend in der Küche seine Nachbarn, Kollegen und Kunden zu behandeln. Mit der Zeit kamen immer mehr Hilfesuchende zu Dieter Dorn, und vielen hat er helfen können. Im Laufe der Jahre habe er etwa 20.000 Menschen die Wirbelsäule „gerade gemacht“, bilanzierte er 1997 beim ersten Kongreß über seine Methode. Noch heute praktiziert er werktags in den Abendstunden mit etwa 15 Patienten und Lernwilligen. Bis aus Norddeutschland, Österreich und der Schweiz kommen sie, haben viel Positives von der effektiven Behandlung der Gelenke und der Wirbelsäule nach Dorn gehört. Es mag vielleicht überraschen, aber immer wieder gehören auch Ärzte, ja sogar Orthopäden zu seinen Patienten – und anschließend oft auch zu seinen Schülern. Neue Patienten kann der Allgäuer inzwischen nicht mehr annehmen, er verweist auf die „Dorn-Therapeutenliste“.

 

„Wenn a Bein rausgeht, muß es ja auch wieder reingehen“, mit dieser unkomplizierten Sichtweise gelingt es Dorn, Beine wieder an den rechten Platz zu komplimentieren, nachdem er zuvor die harten Gesäßmuskeln weich gedrückt hat: „Hartes muß man drücken, Weiches muß man dehnen – nicht umgekehrt!“ Dorn behagt es, von seiner gefundenen Methode nach 25 Jahren sagen zu können: „Ich hab´ mich noch in keinem einzigen Punkt korrigieren müssen.“

 

Wenn man nach einer Behandlung durch den Dorn-Therapeuten keine “Hausaufgabe” bekommen habe, so der Begründer dieser Methode, solle man zu dem Therapeuten nicht mehr hingehen. Er verweist auf einen Patienten, der schon zehn Mal „nach Dorn“ behandelt worden sei, ohne auf das für ihn Wichtige hingewiesen worden zu sein, und der dann – frustriert – zu ihm kam. „Einmal hätte genügt“, meint Dorn, „aber man muß dem Patienten sagen, was er zu tun hat, sonst sind die Wirbel oder die Gelenke gleich wieder draußen.“

 

Quelle: http://www.gesundheitstrends.de/